ESports: Aufstieg zu einer regulären Sportart?

wookie2

21. Jahrhundert. Die Ära der Digitalisierung und der hochmodernen Technologie. Ihr wisst ja alle wahrscheinlich, dass man heutzutage wirklich fast alles mit Handy oder Computer erledigen kann. Dementsprechend hat sich auch in der Welt des Sports etwas getan, denn ein ganz neuer „Sport“ ist aufgetaucht: ESports.
ESports. Electronic Sports. Im Prinzip ist es ja eigentlich nichts anderes, als Computerspiele zu spielen. Also: die (Profi-)Spieler haben vor ihnen ihren Computer und ihre Ausrüstung (Tastatur, Maus und Headset) und spielen das jeweils als Disziplin ausgewählte Computerspiel. In der Regel wird der Wettkampf mit Hilfe des Mehrspielermodus ausgetragen, meistens 5 gegen 5. Also würde es in den Bereich des Mannschaftsports fallen, aber es gibt natürlich auch Singleplayer-Spiele als Disziplin, z.B Starcraft oder Hearthstone.
Allerdings braucht man neben der Beherrschung des eigenen Computerspiels auch andere Fähigkeiten, um erfolgreich zu sein. Motorisch werden vor allem Hand-Auge Koordination, Reaktionsgeschwindigkeit und Durchhaltevermögen verlangt. Räumliches Orientierungsvermögen, Spielübersicht, Spielverständnis, taktische Ausrichtung und vorausschauendes Denken zählen zu den geistigen Anforderungen. In der Regel müssen die Spieler extrem viel trainieren, um in diesem Bereich professionell überhaupt erfolgreich zu sein.
Ein anderes Argument, warum Esports immer mehr als Sport anerkannt wird, ist die Verbreitung von professionellen Ligen und Turnieren. Nehmen wir League of Legends (LOL), was unter anderem auch ich in meiner Freizeit spiele, als Beispiel. Das Spiel gehört zum Genre „Multiplayer Online Battle Arena“, in dem fünf Spieler eine Mannschaft bilden und zwei Mannschaften gegeneinander spielen. Es ist zurzeit das meistgespielte Computerspiel der Welt und hat ein sehr frequentatives Wettbewerbsgeschehen. Die Turniere werden von dem Entwickler des Spiels „Riot Games“ entweder veranstaltet oder unterstützt und finden in Los Angeles (USA) oder Berlin (Europa) statt. Andere Ligen gibt es in Korea, China, Taiwan, Südostasien, Südamerika etc. Diese regionalen Meisterschaften kulminieren in einer World Championship, die jährlich von Oktober bis November stattfindet. Im Jahr 2013 betrug das Preisgeld für die Gewinner der Weltmeisterschaft eine Million US-Dollar. Dabei schauten 32 Millionen Menschen das Finale online an.
Wie bei anderen Sportarten gibt es natürlich auch „Superstars“. Lee Sang-Hyuk etwa, ein koreanischer Profi-Spieler in LOL, der vorwiegend unter seinem Spielernamen „Faker“ bekannt ist, wird im Bereich des Esports mit Michael Jordan oder Lionel Messi in deren jeweiliger Disziplin verglichen.
Also was meint ihr? Soll/kann man Esports als einen echten Sport bezeichnen? Das ist immerhin noch in einigen Ländern umstritten, wieso, meint Ihr, ist das so? Was wichtig ist, ist die Meinung der Gesellschaft.

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