Comics für Anfänger

comic

Comics sind nicht mehr aus unserer Alltagskultur und besonders aus dem Filmgeschäft wegzudenken. Spätestens seit Christopher Nolans preisgekrönter „Dark Knight-Trilogy“ und dem weltweiten Erfolg von Marvels „The Avengers“ sind Superman, Batman und Iron Man so ziemlich jedem ein Begriff. Oftmals werden jedoch die Vorlage und der wahre Kern des Films vergessen. Damit gemeint sind die Comics. Da ich meine VWA zum Thema Comics geschrieben habe und außerdem eine gewisse Ahnung, was Superheldencomics angeht, habe, präsentiere ich in diesem Artikel drei Comics aus den verschiedensten Orten der Welt. Ich glaube, dass sie einen guten ersten Eindruck über das popkulturelle Phänomen Comics vermitteln.

Batman: Year One

In der Schlussszene von „The Dark Knight“ aus dem Jahr 2008 sagt Lt. Gordon: „He’s the hero Gotham deserves, but not the one it needs right now. So we’ll hunt him. Because he can take it. Because he’s not our hero. He’s a silent guardian, a watchful protector. A dark knight.“
Lt. Gordon redet hier über keinen klassischen Helden, keinen gut aussehenden Superhelden, der sich als Beschützer der Armen und Schwachen versteht. Er redet über einen richtigen Antihelden, so wie es ihn kein zweites Mal in der Justice League gibt. Diese Darstellung Batmans, wie wir sie heute kennen, hat ihren Ursprung im legendären „Batman: Year One“-Comic. Wenn man den Film „Batman Begins“ bereits gesehen hat, dann weiß man vermutlich bereits in groben Zügen, was die Handlung von „Batman: Year One“ ist. Bruce Wayne, der Millionenerbe aus Gotham City, kommt nach langen Jahren des Reisens in seine Heimat zurück. Wayne erkennt die Situation, in der seine Heimatstadt steckt und er sucht dringend nach einem Mittel, die Bösewichte und die Untergrundorganisation in die Schranken zu weisen. Es dauert nicht lange, bis er endlich einen Geistesblitz hat: Das ist die Geburtsstunde Batmans. Der Rest ist Filmgeschichte.

Persepolis

Was Graphic Novels angeht, gibt es nur wenige, die mit „Persepolis“ mithalten können. „Persepolis“ wurde von der in Frankreich lebenden Iranerin Marjane Satrapi gezeichnet und erschien in zwei Bänden zwischen 2003 und 2004. In Persepolis schildert Satrapi ihre eigene Lebensgeschichte als junges Mädchen im Iran rund um die Zeit des ersten Golfkrieges und die Jahre danach, als sie von ihren Eltern nach Wien geschickt wird, um dort ein sicheres Leben zu führen. Persepolis ist bereits in 25 Sprachen übersetzt worden und es wurde, alles in allem, über eine Million Mal verkauft. Doch was ist der Charme dieses Comics? Warum schlägt ein Comic über die Leidensgeschichte eines jungen Mädchens aus dem Iran die Verkaufszahlen von fast jeder anderen Graphic Novel? In meinen Augen ist der Antwort die Art, wie Marjane Satrapi ihre Lebensgeschichte zu Papier bringt. Sie schildert ihr Schicksal aus der naiven Perspektive eines Kindes, gibt aufschlussreiche Blicke auf die streng religiöse und konservative Gesellschaft im Iran und verpackt all das in eine spannende Geschichte mit packend gezeichneten Bildern.

Death Note

Wenn man nichts gegen einen Massenmörder in der Rolle des Protagonisten hat und man, so wie ich, eine Schwäche für Gedankenmanipulation und Psychospiele hat, dann gibt es kein besseres Comic als „Death Note.“ Zum Start dieses sogenannten Mangas (Manga = Bezeichnung für japanische Comics) lernt man den Protagonisten Light Yagami als fleißigen und talentierten Schüler kennen. Innerhalb von kürzester Zeit wird aus diesem hart arbeitenden Genie, das durch seine hohen moralischen Standards und seinen Gerechtigkeitssinn aus der Masse hervorsticht, ein rücksichtsloser und bösartiger Psychopath. Doch wie kommt es dazu? Diese erschreckende Entwicklung wird durch das „Death Note“, ein Notizbuch, das einem ermöglicht, Menschen zu töten indem man einfach nur deren Namen einschreibt, ins Rollen gebracht. Light will sein eigenes Utopia erschaffen, indem er Kriminelle, korrupte Politiker und andere Schwerverbrecher kaltblütig umbringt. Lights Gegenspieler ist L, ein berühmter Privatdetektiv. Wie man sich unschwer denken kann, kommt es zu einem spannenden Schlagabtausch zwischen den Beiden. Pflichtlektüre für alle, die in die Welt der Mangas hineinschnuppern wollen.

986 Besuche insgesamt: 1 Besuche heute:
Bookmark the Permalink.

Schreibe einen Kommentar