Die Abenteuer der Altgriechen – Ein Reisebericht

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Eine Woche Griechenland im September – das ist wohl etwas, das keiner so leichtfertig ausschlagen würde, bekäme er es angeboten. Wir, die Altgriechen des BG8 der siebten und achten Klassen unter der Leitung von Frau Professor Scharer, bekamen diesen Wunschtraum erfüllt. Wir hatten die Möglichkeit, 8 Tage in Griechenland zu verbringen, die zur kulturellen Bildung über den sonst im Unterricht gelesenen Altgriechisch – Unterrichtsstoff genutzt werden sollten. Auf der Reise bekamen wir so nicht nur die wundervolle griechische Landschaft zu sehen, sondern lernten auch etliche interessante Details über die griechische Vergangenheit.

Tag 1: Ankunft & Erste Eindrücke

Nach zwei Stunden Flug vom Flughafen Wien – Schwechat bis nach Athen und keinen Problemen bei der Einreise wurden wir auf das Herzlichste von unserer erfahrenen Reiseleiterin Sofia Topalidou begrüßt, die die “Griechen” unserer Schule seit etlichen Jahren durch ihr Heimatland führt. Direkt vom Flughafen Athen starteten wir in unserem Bus in Richtung der Kleinstadt Levadia mit etwa 30.000 Einwohnern. Auf dem Weg zu unserer ersten Übernachtungsstelle passierten wir das Gebiet um Theben, den Handlungsort der bekannten Ödipus – Tragödie. Kurz vor Levadia hielten wir auch im byzantinischen Kloster “Ossios Lukos”, wo wir einiges über byzantinische Kunst und Architektur lernten. In Levadia angekommen machten wir nach dem ausgiebigen Abendessen noch einen kleinen Spaziergang, für den der laue Sommerabend perfekt geeignet war.

Tag 2: Das Orakel von Delphi

Nach einem sehr zeitigen Frühstück – Morgenstund’ hat Gold im Mund – ging es für uns auch schon weiter in Richtung Delphi. Nach einer etwa zweistündigen Busfahrt, die aufgrund der exzellenten musikalischen Begleitung unseres “Bus – DJs” Konstantin Edelmann wie im Flug verging, besichtigten wir in Delphi zuerst das Museum, in dem einige interessante Exponate wie etwa die gut erhaltene Statue des Wagenlenkers Anthippos zu sehen sind. Anschließend ging es für uns auch schon auf in Richtung der Orakelstelle. Im Anschluss sahen wir das wohl weniger bekannte Stadion des Orakels sowie das antike Theater. Wer mit der Geographie Griechenlands ein wenig vertraut ist, wird wissen, dass wir uns bisher auf dem Festland aufgehalten hatten. Nun allerdings übersetzten wir per Fähre auf die Peloponnes, während wir darüber diskutierten, ob es nun eine Halbinsel sei oder eine “ganze” Insel, da sie mit dem griechischen Festland aufgrund eines – übrigens schon in der Antike begonnenen – Kanals nur mittels Brücken verbunden ist. Den Abend durften wir im luxuriösen 5 – Sterne Hotel “Grand Polis” verbringen, das nahe Olympia liegt.

Tag 3: Olympia

Am dritten Tag besichtigten wir die Ausgrabungsstätte in Olympia. Hier wurden wir besonders vom scheinbar unendlichen Wissen unserer Führerin Sofia überrascht. Natürlich durften Fotos in Läuferpose an der antiken Sprintstrecke im Stadion nicht fehlen. Abends fuhren wir in das auf einer Anhöhe am Meer gelegene nächste Hotel unserer Reise und genossen so vor dem Zubettgehen den extravaganten Blick auf das Meer und die in der Mitte der Bucht, an deren Küste wir beherbergt wurden, gelegene Stadt Kalamata.

Tag 4: Der Palast des Nestor

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel fuhren wir mit unserem Bus weiter nach Pylos, welches nahe des Palasts des Nestor liegt, der, wie wir erfuhren, einer der reichsten Männer der damaligen Zeit war. Gefundenen Schriftstücken zufolge soll er über 90 Schiffe besessen haben. Dieser Reichtum erklärt auch den auf Rekonstruktionen pompös anmutenden Palast auf einem Hügel nahe Pylos. Abends ging es zurück zur zweiten Übernachtung im Hotel nahe Kalamata.

Tag 5: This is Sparta!

Wie die Überschrift wohl verrät, fuhren wir an diesem Tag in die Gegend von Sparta. Zuerst besichtigten wir die von den immer wieder aus dem Tal fliehenden Spartanern errichtete Stadtfestung Mytras. Aufgrund der bei den Spartanern gehäuft vorkommenden Kriegsereignissen wurde diese Stadt auf den Berghängen oberhalb Spartas errichtet. Zu Glanzzeiten lebten in dieser Festung über 35.000 Menschen. Zu Mittag aßen wir in Sparta und besichtigten die gewaltige, im 20. Jahrhundert errichtete Statue zu Ehren des Leonidas, der sein Leben für seine Heimatstadt im Kampf gegen die persischen Invasoren ließ. In den Abendstunden kamen wir im nächsten unserer Hotels an, das sowohl über Meerzugang, als auch einen verlockenden Pool quasi direkt neben dem Meer verfügte. Wie wir dann mit Schrecken herausfanden, sollte man in Aufzügen in Griechenland nicht versuchen, die Traglast auszureizen. Glücklicherweise blieb der Aufzug nur kurzzeitig stecken.

Tag 6: Mykene & Tyrrhenis

Und weiter ging die Reise, an diesem Tag mit neuem Bus und einem anderen Busfahrer. Wir besichtigten das oft als “Grab des Agamemnon” bezeichnete Hügelgrab, das wahrlich eines griechischen Königs wie Agamemnon würdig wäre. Wie unsere Führerin jedoch erklärte, ist es historisch gesehen sehr unwahrscheinlich, dass Agamemnon in diesem Grab bestattet wurde. In den späten Abendstunden wieder im Hotel angekommen, genossen wir den herrlichen Meerblick und wurden in diesem wundervollen Ambiente zu so manch anregender Diskussion inspiriert

Tag 7: Die Hauptstadt

Nach einer Rundfahrt quer durch Griechenland kamen wir an unserem siebten Tag in Griechenland endlich in der 4 Millionen Einwohner zählenden Stadt Athen an. Hier besichtigten wir unter anderem das gewaltige Stadion, das älteste in dem die modernen olympischen Spiele abgehalten wurden. Natürlich darf bei einem Griechenlandbesuch die Akropolis unter keinen Umständen ausgelassen werden. Nach dem schweißtreibenden Aufstieg bewunderten wir den weiten Ausblick, für den sich der Aufstieg mehr als gelohnt hatte. Da dies der letzte Tag unserer Reise war, verabschiedeten wir uns von unserer genialen Reiseführerin Sofia mit einer Spontaneinlage von Udo Jürgens Klassiker “Griechischer Wein”. Bevor wir zu Bett gingen, bewunderten wir nochmals den Blick von der Dachterrasse auf unserem Hotel auf die Akropolis und genossen griechisches Wasser.

Tag 8: Abreise

Nach einer halbstündigen Busfahrt mit etlichen Wiederholungen unseres DJs Konstantin von “Griechischer Wein” kamen wir am Flughafen an. Obwohl Griechenland wunderbar ist, waren wir alle doch sehr erfreut darüber, nach dem Flug heimatlichen Boden zu betreten und das möglicherweise bei einigen aufkommende Heimweh im Keim zu ersticken.

An dieser Stelle möchten die Altgriechen des BG8 sich noch einmal herzlich bei Frau Professor Scharer bedanken, die durch ihre exzellente Organisation diese Reise überhaupt erst ermöglichte:
Danke für dieses wundervolle Erlebnis und die tollen Erfahrungen!

Die Altgriechen des BG8.

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