Die Kandidaten und ihre Ziele: Teil 2

Valy hochladenValentina Puri, 7A

„Sie möchte die Welt verändern und an dieser Schule fängt sie an“ – Valentina Puri

Die Eigenschaft, die an Valentina Puri wohl als erste während ihrer Rede festzumachen ist, ist die Offenheit der Schülerin. Mit „Ich bin in der 7A, ihr werdet mich schon finden“ lädt sie den Rest der Schülerschaft ein. Insgesamt weisen Valentina Puris Wahlprogramm sowie das ihrer Widersacherin und Freundin Anne Folie einige Parallelen auf. Auch Valy hat es der Vorschlag angetan, Sprachreisen für zusätzliche Sprachen zu organisieren und sich für die karitativen Projekte an unserer Schule weiter einzusetzen. Diese politische Nähe erscheint nicht verwunderlich, schließlich besuchen sowohl die beiden Konkurrentinnen als auch Stani Ruhaltinger die 7A. „Kilo gegen Armut“ spielt hier ebenfalls eine wichtige Rolle, da sich ebendiese Klasse der Aktion letztes Jahr angenommen hat und dadurch alle drei Kandidaten in das Projekt involviert waren.

Eine weitere Überschneidung der Interessen der Kandidatinnen findet sich beim „Krapfenskandal“, welcher erst am Freitag zutage gebracht worden war. Während sich die beiden Konkurrentinnen einig sind, dass der Krapfenbestand am Buffet unbefriedigend ist und umgehend aufgestockt werden muss, geht Valentina noch einen Schritt weiter: Sie möchte zusätzlich zu Marmeladenkrapfen Vanillekrapfen ins Sortiment einführen. Anne gibt sich indes verhandlungsbereit.

In Anbetracht der ähnlichen Wahlprogramme von Valy und Anne kommt unweigerlich der Gedanke auf, ob die Konkurrentinnen im Falle, dass sie beide gewählt werden, an einem Strang bei der Umsetzung ihrer Pläne arbeiten könnten. Valentina zeigt sich dem gegenüber offen: „Ich hätte gegen eine Zusammenarbeit mit Anne nichts einzuwenden“. Die Frage, ob Puri es also begrüßen würde, wenn Anne auch im Kreis der Schülersprecher zu finden wäre, bejaht sie entschieden: „Auf jeden Fall“.

Valentina Puri ist neben Anne Folie die einzige weibliche Kandidatin, die sich um das Amt der Schulsprecherin bewirbt. Ohnehin hat es seit zwei Jahren keine Repräsentantin mehr an die erste Stelle der Rangliste geschafft; ein Umstand, den Valy zu ändern gedenkt. „Es sollte auch mal wieder eine Schulsprecherin geben“, verkündet sie während ihrer Rede und sichert sich damit großen Jubel von Seiten des Publikums.

Valy Puri punktet während ihrer Rede mit Gelassenheit und Nähe zum Publikum. Wie nah ihr die Schüler letztendlich sein wollen, das erfahren wir am Dienstag. – Nicholas P.

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 Stani hochladen grünStani Ruhaltinger, 7A

„Eine starke Einbindung der Schüler liegt mir am Herzen. Make BG8 great again“ -Stani Ruhaltinger

Stani Ruhaltinger sprüht nur so vor Inspiration, das wird am Freitag klar. Der diesjährige Klassensprecher der 7A hat in den vergangenen Jahren bereits einiges an Erfahrung in der politischen Landschaft des BG8 gesammelt, von welcher er im Falle seines Wahlsiegs zum Schulsprecher profitieren möchte. Zwar lobt Stani respektvoll am Anfang seiner Rede die Schülervertretung des letzten Jahres für ihre Arbeit, jedoch übt er auch Kritik an ihr aus: „Die letzte Administration hat entgegen ihrer ursprünglichen Versprechungen die Mitsprache von Klassensprechern und Schülern nicht ausgebaut. Im Gegenteil: wir wurden noch seltener als bisher eingebaut und gemeinsame Tagungen wurden reduziert.“

In seinem Vortrag präsentiert Ruhaltinger eine Vielzahl an Ideen, mit denen er das Schuljahr gestalten möchte. Neben der Planung von mehr und öfter stattfindenden Sportturnieren und der Richtigstellung der Schuluhr ist ihm ein Plan besonders wichtig: der Debattierklub. Seit seinem Aufkommen Anfang letzten Jahres ist es bisher noch nicht gelungen, das Projekt umzusetzen. Doch dieses Jahr hat sich Stani vorbereitet und steht bereits mit einem möglichen ersten Gast in Kontakt, womit nur noch Interessierte fehlen, um der Vision Leben einzuhauchen.

Ein Thema, das Stani sehr nahe geht, ist die Rechtslage der Schüler. Ihm ist es überaus wichtig, dass Jugendliche am BG8 über ihre Rechte Bescheid wissen, um so Ungerechtigkeiten vorbeugen zu können. Aus diesem Grund hält er es für sinnvoll, dass sich die Schülervertretung unserer Schule mit der AKS, der Aktion Kritischer Schüler_innen, auseinandersetzt. Diese hat es sich laut ihrer Homepage zum Ziel gemacht, Schüler über ihre Rechte zu informieren und einzelne Vertretungen zu vernetzen.

Teamwork steht bei Ruhaltinger an erster Stelle: „Ja, das Miteinander ist mir wichtig. Jeder Kandidat repräsentiert eine eigene Wählergruppe, die man natürlich auch nicht vergessen darf. Nur auf das eigene Klientel zu schauen ist kontraproduktiv – schließlich geht es nicht darum, dass ich Schulsprecher werde, sondern dass die Schulgemeinschaft am Ende des Jahres besser ist als am Anfang“

Stani unterhält die Massen und setzt bei seinem Programm auf Diskussionen und Schülerrechte. Reicht das, um den hitzigen Wahlkampf um das Amt des Schulsprechers des BG8 für sich zu entscheiden? – Nicholas P.

 

Elias hochladenElias Aruna 8A

„Mit mir wählt das BG8 eine kompetente, erfahrene und objektive Schülervertretung, die bestmöglich die Interessen der Schüler vertritt!“ – Elias Aruna

Elias Aruna ist wohl der erfahrenste Kandidat für die Wahl zum Schulsprecher: Schon letztes Jahr wurde er zum Stellvertreter gewählt. Auf die Frage, warum er denn die beste Wahl sei, betonte er genau diese Erfahrung: „Ich habe natürlich aus dem letzten Jahr schon die Erfahrung gesammelt […]. Deshalb denke ich, dass ich mit meinem Programm als erster Schulsprecher die beste Wahl bin, mit ihren Ideen und Vorschlägen werden die anderen Kandidaten sicher auch noch ergänzen.“

Genauso souverän wie seine Ansage war auch sein Auftritt beim diesjährigen Hearing: Vollkommen ruhig und selbstsicher stand der Achtklässler vor den Oberstufenschülern; vollkommen entspannt, professionell und zielsicher sprach er von seinen Zielen und Vorstellungen.

Einer seiner wichtigsten Programmpunkte ist, den Schülern zu zeigen, was ein Schulsprecher in Österreich überhaupt erreichen kann und wo er mitbestimmen kann.

Ihm ist es auf persönlicher, wie auch auf politischer, Ebene wichtig, den Kontakt zu seinen Mitschülern zu suchen und nicht nur das eine große Wahlziel der Wahl durchzubringen, wie er es bezeichnete, sondern das ganze Jahr für Wünsche und Anliegen zur Verfügung zu stehen. Dafür möchte er Listen in den Klassen aufhängen und eine Wunschbox aufstellen. Das stieß beim Publikum auf große Zustimmung, hat man doch oft das Gefühl, dass der Schulsprecher unerreichbar ist.

Außerdem ist es ihm wichtig, die Schule als Einheit zu stärken. Von einem gemeinsamen Instagram-Account und von Diskussionsrunden mit spannenden Persönlichkeiten ist die Rede.

Er springt mit seinen Ideen zwar nicht auf den Zug der klassischen Dauerrenner wie der Schnitzelsemmel auf, doch er zeigt, dass man auch ohne solche oft leeren Versprechungen die Hoffnung auf Veränderung schüren kann. Und diese Veränderung soll von Statten gehen, durch viel Interaktion mit Schülern und Lehrern – und mit mehr Swag. Ob das wohl genügt? – Agnes E.

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Philipp endlichPhilipp Wotawa, 8B

„Weil er wieder aufsteht, wenn er hinfällt – Leistung muss belohnt werden!“ – Philipp Wotawa

Philipp Wotawa mag offensichtlich Alliterationen. „Warum Wotawa wählen? Weil Wotawa wiff!“, ist einer seiner Wahlsprüche. Dass er nicht neu in der Politik ist – er ist schon seit mehreren Jahren mal Klassensprecher, mal Klassensprecherstellvertreter der 8B –, merkt man an seinem Auftreten sofort. Er weiß, wie man das Publikum mitreißen kann und trifft mit seinen Themen den Puls der Zeit. Viele seiner Programmpunkte sind neu und wurden noch nie angesprochen. Er ist sich sicher, dass in der Schule viel mehr möglich ist als bisher.

Neben dem klassischen Thema der Sportturniere, die ausgebaut und auf Basketball und Hockey erweitert werden sollen, spricht er sich für einen Skitag aus, der in der 6., der 7. und der 8. Klasse stattfinden soll. Den Tischtennistisch in der Aula möchte er allen Klassen auch während des Eigenverantwortlichen Arbeitens zur Verfügung stellen.

Ein weiterer Programmpunkt, der ihm offenbar sehr am Herzen lag, war der des Maturastreichs. In den letzten Jahren immer wieder heiß diskutiert, fand das Thema dieses Jahr nur in seinem Programm Platz und er erntete damit viel Zustimmung. Nicht ganz so begeistert wurde die Idee aufgenommen, dass die 7. dann alles aufräumen sollten. Sein Argument, dass den 7. Klassen dann als 8. Klassen auch die Arbeit abgenommen werden würden, löschte viele Zweifel aus, vor allem da er versicherte, dass dieses Jahr eine Ausnahme gemacht werden würde, weil die jetzigen 8. Klassen ja nie helfen mussten.

Dann kündigte er noch eine Reform der Berufsorientierung der 7. Klassen an, er möchte die Zeit besser nutzen und das Programm spezifischer gestalten. Auch möchte er das Schnuppern an Unis und FHs fördern.

Weitere Vorschläge betrafen eine Maturafeier für die gesamte Oberstufe im Turnsaal, und Kulturreisen, die er im Zuge der Projekttage der letzten Schultage einführen möchte.

„Ich bin der Meinung, dass das alles umsetzbare Sachen sind, die jeden betreffen und die Schule auch wirklich weiter bringen“, sagte er im Interview.

Alles in allem sind das viel versprechende und innovative Ideen – ob das die Mehrheit der Schüler auch so sieht, erfahren wir am 26. September. – Agnes E.

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Photos von Konrad Klier

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