World Wide Wotawa – Ein Interview und die Ergebnisse in Grafiken

Das lang ersehnte Interview mit unserem nagelneuen Schulsprecher ist da! Die Ergebnisse der Wahl findet ihr in der folgenden Galerie! Viel Spaß beim Lesen!

Nicholas P.: Du hast die Wahl vor genau einer Woche für dich entschieden. Wie war diese Woche bis jetzt für dich? Haben mehr Schüler auf dich reagiert?

Philipp W.: Naja, es war auf jeden Fall eine abwechslungsreiche erste Woche. Mein Highlight – wenn ich das gleich hier erwähnen darf – war auf jeden Fall, als ich von einer Gruppe Unterstuflern geholt worden bin, damit sie mir mitteilen können, dass das Klo verstopft ist. Meine erste große Tat war, dass ich den Schulwart geholt habe. Vor allem als Schulsprecher angesprochen zu werden war mir eine große Ehre, auch wenn ich sozusagen einen nicht so alltäglichen Job übernommen habe. Aber auch sowas gehört dazu. SchülerInnen-Freundlichkeit ist ganz wichtig für mich und auch SchülerInnen-Nähe. [an dieser Stelle merkte der Reporter an, wie sehr ihn das Gendern des Schulsprechers faszinierte]
Sonst habe ich die erste Klassensprecherkonferenz zusammen mit meinem Team geleitet, das war auch ein großer Erfolg – es ist auf jeden Fall der Einsatz der anderen Klassensprecher dagewesen und ich glaube, dass wir viel erreichen können. Morgen trifft sich das Team dann das erste Mal mit der Direktorin, dann werden wir sehen, was alles möglich ist.

N: Du hast gerade deine Mitarbeiter angesprochen, deine Kollegen – du bist ja nicht alleine und hast Elias und Konstantin als deine „Helfer“ dabei. Wie verläuft die Zusammenarbeit bis jetzt?

P: Das verläuft wirklich einwandfrei, da kann man überhaupt nichts dagegen sagen. Elias und Konstantin sind beide sehr engagiert und haben sehr gute Ideen, ich fühle mich sehr wohl in dieser Kombination. Die beiden ergreifen die Initiative, übernehmen auch Verantwortung und wir gleichen uns gut aus. Da bin ich sehr zuversichtlich.

N: Ihr seid alle drei in der achten Klasse. Jetzt muss man sagen, ihr werdet ab April nicht mehr verfügbar sein. Wie gedenkst du das zu regeln? Hast du schon Schritte getätigt?

P: Da ich Stanislaus sehr gut kenne und er auch bei der Klassensprecherkonferenz dabei ist, glaub ich, dass er sehr viel von uns mitnehmen wird und wir ihm auf jeden Fall alles überreichen werden können – wobei man dazu sagen muss, dass Mai-Juni auch nicht mehr die wichtigste Zeit für einen Schulsprecher ist. Da geht es vor allem um das erste Semester, bis Weihnachten, um einmal die Grundsteine zu legen. Also das sollte kein Problem sein.

N: Du wurdest als Schulsprecher gewählt, um dich Problemen anzunehmen, die die Schüler beschäftigen. Jetzt ist meine Frage: Was beschäftigt dich eigentlich zurzeit?

P: Gute Frage. Ich habe selbstverständlich viel mit Schülern geredet, was ihre Probleme sind, und ich werde zuerst einmal schauen, was in den Bereichen möglich ist. Ich habe von vielen gehört, dass sie direkt beim Läuten von unserer Frau Direktor eingetragen wurden. Hierbei muss ich dazusagen, dass ich das wirklich nur gehört habe, weil ich natürlich einer der braven Schüler bin, die immer um dreiviertel in der Schule sind. Aber da müsste man schauen, dass das etwas fairer gehandhabt wird – auch wenn ich grundsätzlich dafür bin, dass die Frau Direktor das macht, da ich selber in meiner Klasse gemerkt habe, dass meine Klassenkollegen pünktlicher in die Schule kommen.
Das andere Thema, das oft angesprochen wurde, ist das Buffet. Ich persönlich kann auch nicht viel dazu sagen. Was mir selbst ein großes Anliegen ist, ist den Maturastreich wieder einzuführen und auch eine Grundlage dafür zu legen, dass die nächsten achten Klassen das auch die nächsten Jahre weiterführen – dass wir einfach ein gutes System einführen. Deswegen bin ich stark dafür, dass die Siebtklässler auch schon dieses Jahr beim Aufräumen mithelfen und dass es bei ihnen dann nur noch die siebte Klasse übernimmt.

N: Du hast es gerade angesprochen, nämlich, dass die siebten Klassen den Maturastreich aufräumen werden. Damit hast du ja durchaus polarisiert, könnte man meinen. Aber man kann nicht sagen, dass es dir geschadet hat, schließlich hast du ja gewonnen. Und trotzdem ist es ein sehr kontroverses Thema. Wie gedenkst du das denn bei unserer Direktorin durchzusetzen?

P: Ich glaube das ist auch ein guter Punkt für die Direktion. Es haben ja die achten Klassen sich dann jeweils verdient, einen Maturastreich zu machen. Diese wissen dann auch, was das für eine Arbeit es ist, das dann wieder aufzuräumen. Ich schätze, dass ihr die Idee gut gefallen wird und dass das das kleinste Problem in den Verhandlungen sein wird.

N: Mit Optimismus und voller Kraft voraus! Aber bevor wir mit der Politik weitermachen; es war ja ein unglaubliches Wahljahr für dich. Schließlich hast du Anfang des Jahres den Posten des Schulsprechers und – erstmals – des Klassensprechers an dich gerissen. Warum würdest du sagen, dass genau jetzt dieser Zeitpunkt war, zu dem du so von Erfolg gekrönt warst?

P: Ich war die letzten drei Jahre Klassensprecher-Stellvertreter und habe zu der Zeit einen vielleicht eher nicht so seriösen Ruf in meiner Klasse gehabt. Den habe ich mir dann in der Zeit als Klassensprecher-Stellvertreter erarbeitet. Das Jahr war anders als zuvor, ich habe nie mehr als drei Erstplatzierungen gehabt und diesmal habe ich mir mit neun Stimmen gleich die absolute Mehrheit geholt. Das war eine sehr gute Rückmeldung für mich. Es hat gezeigt, dass ich gut für die Klasse gearbeitet habe. Ich glaube, es kommt im Wahlergebnis einfach das zurück, was man den Leuten gegeben hat.
Bei der Schulsprecherwahl bin ich davor noch nie angetreten, aber ich glaube auf jeden Fall, dass ich die Schüler erreicht habe. Das hat man am Wahlergebnis auch gesehen. Ich bin seriös rübergekommen, habe aber auch einen gewissen Witz mitgebracht, was sehr wichtig für das Amt des Schulsprechers ist.

N: Reden wir über die Schulsprecherwahl. Deine Kampagne war wohl die, die am meisten auf Entertainment bezogen war. Du hast mit einer Vielzahl von Plakaten viele Leute erreicht. Aber es waren auch ein paar andere Leute darauf zu sehen. Was gibt es denn hinter den Kulissen von „World Wide Wotawa“ zu sehen? Was läuft mit deinem Team, deinen Kollegen, die dich unterstützen?

P: Also zuerst: Ein riesen Lob an mein Team! Erstens glaube ich, dass ich ohne diese Unterstützung gar nicht erst angetreten wäre – sie haben mir gezeigt, dass es an der Zeit war. Und zweitens haben mich die Leute bei dem Wahlkampf unterstützt, wir hatten ein Treffen davor, bei dem wir besprochen haben, was man an der Schule besser machen könnte, wir haben die Wahlplakate entworfen, meine Rede vorbereitet, die ganze Schule mit Plakaten bepickt… Alleine hätte ich diesen Aufwand nicht geschafft und dafür danke ich meinem Team.
Dass zwei Helferinnen bei der Wahlrede geholfen haben, war eine gute Sache. Es ist bei Wahlen ja auch wichtig, eine gewisse Aufmerksamkeit zu erregen. Da ich wusste, dass mich nicht so viele Schüler kennen, wie zum Beispiel Elias oder Konstantin, musste ich auf jeden Fall auch auf Aufmerksamkeit setzen. Die Wahlplakate waren inhaltlich vielleicht nicht der Knaller, aber die nötige Aufmerksamkeit haben sie gebracht.

N: Was mir aufgefallen ist, ist, dass jeder Kandidat mit dem ich gesprochen habe, einen persönlichen Grund hatte zu kandidieren. Also einerseits Stolz, andererseits der Aufbau einer Karriere oder wirklich Interesse an der Schule. Was hat dich motiviert diesen Schritt zu wagen?

P: Ich habe es mir eigentlich schon letztes Jahr beim Hearing gedacht… Einen Karriereschritt hatte ich gar nicht im Sinn und ich habe es auch nicht wegen meinem Stolz getan. Ich bin einfach gerne unter Leuten und gerne für Menschen da. Außerdem glaube ich, dass ich Verantwortung übernehmen kann und dass ich für die Interessen der Schüler einstehen kann. Das alles hat mich eigentlich dazu motiviert. Wieso ich mich erst am Mittwoch vor dem Hearing überwunden habe, kann ich gar nicht genau sagen – ich habe mir nur gedacht, es wäre schade, wenn ich es nicht probieren würde. Einen Versuch ist es immer wert. Ich hoffe auch, dass sich nächstes Jahr viele aufstellen werden, denn so einen Wahlkampf mitzuerleben ist eine coole Sache.

N: Würde es dich interessieren, eine politische Laufbahn einzuschlagen?

P: Ich habe mir jetzt keine spezifischen Gedanken gemacht, ich könnte es mir aber auf jeden Fall vorstellen und es würde mich persönlich auch sehr reizen!

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